Sport - und Hallenordnung



I.) Allgemeines
Der Verein wird durch den Vorstand vertreten. Anträge, Anfragen und Beschwerden sind an den Vorstand zu richten. Die Mitgliedschaft zum Verein wird durch eine personenbezogene Beitrittserklärung beantragt und mit dem Vorstandsbeschluss erworben. Die Mitgliedschaft ist durch die Satzung sowie der Beitragsstaffel geregelt.


Die Sportanlage mit allen weiteren Räumen stehen ausschließlich den Mitgliedern des ZRuF Gescher eV zur Verfügung. Die NUTZUNG der Sportanlage ist nur Mitgliedern gestattet, die im Verein als AKTIVES MITGLIED gemeldet sind. Die Kontroll- u. Meldepflicht obliegt dem jeweiligen Nutzer/Mitglied. Jugendliche bis 16 Jahren ist es untersagt, ohne Aufsicht eines erfahrenen Erwachsenen, die Sportanlage zu benutzen. Grundsätzlich ist während des Reitens eine Reitkappe zu tragen. Die Nutzung der Sportanlage, der Reit- und Fahrbahnen und Weideflächen geschieht auf eigene Gefahr.

Unbefugten ist das Betreten der Stallgebäude und der Reit- und Fahrbahnen nicht gestattet.

Der Verein haftet nicht für Unfälle, Verluste und Schäden irgendwelcher Art, die insbesondere durch Lehr- oder Privatpferde, Diebstahl, Feuer oder andere Ereignisse gegenüber Personen, Pferden oder anvertrautem Gut ver-ursacht werden oder sowie an privatem Eigentum der Besucher oder Sportler oder Helfer entstehen, soweit der Verein nicht gegen solche Schäden versichert ist oder soweit diese Schäden nicht auf Vorsatz oder grober Fahr-lässigkeit seitens des Vereins, seiner gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen oder irgendwelcher sonstiger Hilfspersonen beruhen.

Der Reit- und Fahrbetrieb wird koordiniert durch die beauftragten Vorstandsmitglieder und geleitet von den zur Verfügung stehenden Ausbildern / Reitlehrern.

Für Pferde, die auf die Sportanlage gebracht werden, ist eine ausreichende Haftpflichtver- sicherung abzuschließen und auf Verlangen durch Vorlage der Police und der letzten Beitragsquittung nachzu-weisen. Pferde, die auf die Sportanlage gebracht werden und nicht in einer gemieteten Box der Stallgemeinschaft unter-gestellt sind, dürfen nicht in die Stallgebäude geführt oder auf der Stallgasse untergebracht werden. Untersagt ist es, kranke Pferde auf die Sportanlge zu bringen und / oder zu reiten. Auf Verlangen ist ein tierärztliches Ge-sundheitszeugnis vorzulegen.

Das Reiten außerhalb der Sportanlage hat ausschließlich auf öffentlichen Wegen zu erfolgen. Zuwiderhandlun-gen führen zu Regreßansprüche gegen den Verursacher.

Schlüssel für die Schließsicherungsanlage unserer Gebäude kann jeder Berechtigte gegen Hinterlegung einer Kaution beim Sprecher der Stallgemeinschaft erhalten. Bei Verlust des Schlüssels haftet der Schlüsselinhaber für eventuelle Schäden beziehungsweise Erneuerung der Schliessanlage.

Notwendig werdende Telefonate können über das Münztelefon im Treppenhaus der Reithalle geführt werden.

Hunde sind auf der Sportanlage an der Leine zu führen.
> Haftungsrisiko obliegt dem Halter <


Jeder der die Sportanlage betritt, unterwirft sich dieser Ordnung und haftet für die angerichteten Schäden ge-genüber dem Verein. Wer trotz Verwarnung gegen diese Ordnung verstößt, kann von der Benutzung der Anla-gen ausgeschlossen werden.





II.) Reitordnung
Die Reit- und Fahrbahnen stehen grundsätzlich gemäß der Zeitplanung zur Verfügung.(Aushang). Der Verein behält sich das Recht vor, die Sportanlage oder einzelne Reit- u. Fahrbahnen vorübergehend für die allgemeine Nutzung zu sperren, um besondere Veranstaltungen durchzuführen. Die Bekanntgabe erfolgt über einen Aus-hang am "Schwarzen Brett".

Die Nutzung der Reit- u. Fahrbahnen erfolgt, sofern nicht anders bekanntgegeben wurde, im vollen Stundentakt. Ein Wechsel sollte daher ausschließlich in der ersten Viertelstunde vorgenommen werden. Ein verspätetes Be-treten der Reitbahn kann nur mit Zustimmung aller in der Reit- u.Fahrbahn befindlichen Einzelreiter und Fahrer erfolgen.

Jeder Benutzer ist verpflichtet, die Sportanlage und die weiteren Räume wieder in einem ordnungsgemäßen Zu-stand zu versetzen. Sprünge und Bodenricks sind nach jedem Gebrauch wieder aus der Bahn zu nehmen und ordnungsgemäß zu la-gern.

Für Schäden an den Sprunggeräten und sonstigen Einreichtungen des Vereines kommt der betreffende Reiter, Fahrer und/oder der Pferdebesitzer selbst auf.
Schäden sind sofort zu melden.

Die Lichtanlagen sind sparsam einzusetzen und bei Verlassen der Bahnen auszuschalten.

Vor Betreten und Verlassen der Reitbahn muß auf sich aufmerksam gemacht werden.
" Tür frei ? - "Ist frei!" Das Aufsitzen hat erst in der Reitbahn und nur auf der Mittellinie zu erfolgen.

Reiten geht vor Longieren und vor Freilaufen. Longieren ist nur zulässig, wenn der allgemeine Reitbetrieb nicht gestört wird. Das ist grundsätzlich der Fall, wenn ein Reiter in der Bahn ist. Ausnahmen bestehen nur, wenn sich nicht mehr als 3 erfahrene Reiter auf älteren Pferden in der Reitbahn befinden und diese sämtlich dem Longie-ren zustimmen. (z.B. Lösen des Pferdes durch kurzes Longieren vor dem Aufsitzen)

Freilaufenlassen von Pferden hat ausschließlich unter Aufsicht zu erfolgen.

Während des Voltigierunterrichtes dürfen keine Pferde in der Bahn gearbeitet werden. Während des Abteilungsreitens und des angesetzten Reit- und Fahrunterrichtes ist den Weisungen des Ausbil-ders/Reitlehrers Folge zu leisten. Wird die Reitbahn von mehreren Reitern benutzt, so ist aus Sicherheitsgründen ein Abstand von wenigstens 1-Pferdelänge erforderlich. Beim Überholen wird auf der Innenseite vorbeigeritten. Nach Ermessen ordnet der äl-teste Reiter nach angemessenem Zeitraum an: "Bitte Handwechsel". Dieser Anordnung ist Folge zu leisten. Hal-ten und Schritt auf dem Hufschlag sind untersagt, wenn mehr als 1 Reiter die Bahn benutzt. Der Hufschlag ist stets für Trab- und Galoppreiten freizumachen.; hier ist ein Zwischenraum von 2,50 m (3Schritt) einzu- halten. Ist das Halten auf dem Hufschlag dringend erforderlich, so ist dieses laut und deutlich für alle Reiter bekanntzu-geben: "Bitte Hufschlag frei!". Die anderen Reiter melden bitte zurück, wenn sie diesen Aufruf vernommen ha-ben: "Ist frei!". Reiten auf der entgegengesetzten Hand ist nur zulässig, wenn sich nicht mehr als 3 Reiter in der Bahn befinden und alle zustimmen. Ganze Bahn hat Vorrang vor Zirkel- und Wechsellinie. Springen ist nur nach Anordnung des anwesenden Ausbilders/Reitlehrers oder im Einverständnis aller weiteren anwesenden Reiter zulässig.

Reitunfälle unserer Mitglieder sind unverzüglich der Geschäftsführerin unseres Vereines zu melden, um weite-res veranlassen zu können.

Die Ordnung gilt für alle Reitbahnen, ob Hallen- oder Außenplätze. Auf dem Fahrplatz gilt die Ordnung analog für die Fahrer.





Das Reiten hat auf öffentlichen Wegen zu erfolgen. Dieses gilt sowohl bei Ausritten wie auch bei Hin- und Rückwegen zu/von der Sportanlage. Bei Ausritten ist ein Berittführer (Reitlehrer oder von der Gruppe benannte Person) für Gangart, Tempo, erforderliche Rasten und eine sachgemäße Behandlung der Pferde während des Rittes verantwortlich.Gemäß der Sportversicherung des LSB sollten Ausritte mit Berittführer/in dem Vorstand bekannt sein/gemeldet werden. Den Weisungen des Berittführers ist Folge zu leisten. Ausritte sollten zur eige-nen Sicherheit niemals alleine unternommen werden. Bei Dunkelheit ist eine Beleuchtung mitzuführen. Bei Begegnungen mit anderen Reitern oder Fußgängern ist Schritt zu reiten. Zum Ausschlagen neigende Pferde sind zu kennzeich- nen und am Schluß der Gruppe zu reiten. Fahrer verhalten sich analog dem Vorgenanntem.


Im übrigen gelten für den fairen Reiter/Fahrer folgende Gebote:

  • Verschaffe dem Pferd täglich hinreichende Bewegung
  • Behandle ein Pferd nicht unreiterlich ( durch überfordern, mißhandeln, quälen, unsachgem.Transport)
  • Gewöhne es vor dem ersten Ausritt an die Erscheinungen im Straßenverkehr
  • Verzichte nicht auf die Reitkappe
  • Kontrolliere den sicheren Zustand von Sattel-u.Zaumzeug u.Geschirr.
  • Ausritte/Fahren mit anderen Reitern/Fahrern vereinbaren, in der Gruppe ist es sicherer
  • Bewege Dich nur auf den nach geltendem Recht hierfür freigegebenen Wegen und Straßen, niemals querbeet, wenn dafür keine besondere Erlaubnis des Eigentümers vorliegt. Verzichte auf einen Ausritt oder nimm entsprechende Umwege in Kauf, wenn Wege durch anhaltendeRegenfälle oder Frostaufbrüche weich geworden sind und nachhaltig Schäden entstehen können.
  • Melde unaufgefordert Schäden, die immer einmal entstehen können, und regele entsprechendenSchadenersatz
  • Verschaffe dem Reit- und Fahrsport Sympathien, keine Gegner!
  • Die Richtlinien für Reiten und Fahren, die LPO und die Straßenverkehrsordnung sind einzuhalten

Gescher, im Dezember 2000                              Der Vorstand